Beispiele Konzeptentwicklung
Alte Feuerwache Duisburg
Eine alte Feuerwache zu einem interkulturellen Veranstaltungszentrum umzubauen braucht ein gutes Konzept.
Es muss an die Stadt, den Stadtteil angepasst sein, die Interessen der Bürger, der Politik und der Geldgeber berücksichtigen und schließlich über die Jahre rentabel arbeiten, so die Auflagen der öffentlichen Finanziers.
Das Erstellen und Verschriftlichen der Konzeption, das Abstimmen mit den Interessengruppen, die Berechnungen der Investitionen vom Umbau bis zur Technik des Veranstaltungsraumes, das Erstellen von Antragsunterlagen für eine Förderung mit öffentlichen Mitteln (erreicht wurde eine Förderung von 90% bei einem Gesamtvolumen von über 3 Mio. Euro) und dafür wiederum das Aufstellen einer Discounted-Cashflow-Rechnung (DCF) über 33 Jahre als Übersicht über eine (fiktive) künftige Wertentwicklung war der eine Teil meiner Arbeit. Der andere war das Entwickeln einer Trägerkonstruktion samt Gründung und Aufbau des Trägervereins und Mitarbeit bis kurz vor die Fertigstellung des Bauvorhabens.
Die Alte Feuerwache läuft. Hier können Sie sie anschauen: www.altefeuerwache-duisburg.de/
Das Kultur- und Literaturhaus (KuLi)
Duisburg hat ein reiches kulturelles Leben der türkischen Bürger und Bürgerinnen. Sie suchten einen eigenen Ort, an dem ein wesentlicher Teil ihrer Aktivitäten ein beständiges Zuhause bekommen sollte. Im Rahmen der Neukonzeption eines Stadtteils bot sich an, ein Geschäftshaus in einer Fußgängerzone zu einem Kultur- und Literaturhaus umzubauen.
In einer mehrmonatigen Vorbereitungsphase mit einer Arbeitsgemeinschaft von Literaten und mit anderen Interessengruppen aus dem Stadtteil wurde ein Konzept erstellt, das den Gang durch die öffentlichen Instanzen antreten sollte. Auch ein Trägerverein wurde gegründet. Die potenzielle Trägergruppe als auch die anderen zu beteiligenden Gruppen schafften es aber nicht, sich in der für die öffentliche Förderung zur Verfügung stehenden Zeit so weit zu festigen, dass das Vorhaben Erfolg versprach.
Es wurde dann leider nicht verwirklicht.
Begegnungsstätte an der Moschee
Einmalig in Deutschland war die Idee, dem Neubau einer Moschee eine interkulturelle und interreligiöse Begegnungsstätte anzugliedern. Die Begegnungsstätte sollte rechtlich und wirtschaftlich selbständig arbeiten, bei doch engster Verzahnung mit der Gemeinde, zu deren Moschee die Begegnungsstätte gehört.
Die Trägerkonstruktion – ein gemeinnütziger Verein - bezieht den gesamten Stadtteil und deren andere Religionsgemeinschaften und die Stadt Duisburg mit ein (es gibt einen Beirat), die Ditib-Gemeinde, den Eigentümer der Immobilie (der Zentralverband der Ditib-Gemeinden in Köln). Ein komplexes Anliegen wurde in eine funktionierende Form gebracht.
Das Erstellen und Verschriftlichen der Konzeption, das Abstimmen mit den Interessengruppen, das Abgrenzen der gemeindlichen Teile (die eigentliche Moschee) von den Teilen der öffentlichen Begegnungsstätte, die Berechnungen der Investitionen beim Innenausbau, das Erstellen von Antragsunterlagen für eine Förderung mit öffentlichen Mitteln (erreicht wurde eine Förderung von 90% für die Begegnungsstätte ca. 4,4 Mio Euro) und dafür wiederum das Aufstellen einer Discounted-Cashflow-Rechnung (DCF) über 33 Jahre als Übersicht über eine (fiktive) künftige Wertentwicklung war der eine Teil meiner Arbeit. Der andere war das Entwickeln der besonderen Trägerkonstruktion samt Gründung des Trägervereins.
Hier können Sie nachsehen: www.ditib-du.de

