Beispiele Coaching

Der Umwelttechniker

Beispiele CoachingEin junger Umwelttechniker, frisch aus der Ausbildung, bekommt eine Stelle als Leiter eines Recyclinghofes in einer Süddeutschen Stadt. Er ist nun unter anderem zuständig für das Suchen von Plätzen für Altglas- und Altpapiercontainer, auch für deren Aufstellung. Aber er hat Mühe, mit den zahlreichen Beschwerden der Bürger zurecht zu kommen, die besonders bei Ortsterminen mit starken Emotionen vorgetragen werden. Sie richten sich gegen das Verdrecken der Plätze, das Abstellen von Unrat, das laute Einwerfen von Flaschen, die verschandelte „Ästhetik“ usw.

Das Coaching hatte als Themen: mehr Selbstbewusstsein und Gelassenheit gewinnen, ein geschickteres Argumentieren lernen, das Entwickeln von Ideen (lösungsorientiertes Denken statt problemorientiertes Denken), aber auch das Betrachten und Bearbeiten von Beziehungsproblemen, die durch die weite Entfernung zum Arbeitsplatz entstanden sind. Aus einer engen Zweisamkeit war plötzlich eine Wochenendbeziehung geworden.

Die neue Hierarchie

Die Abeilungsleiterin eines Wohlfahrtsverbandes sucht Coaching, weil ihr plötzlich, fast ohne Vorankündigung, eine neue Hierarchieebene „vor die Nase gesetzt“ wurde. Noch dazu kommt sie mit der neuen Vorgesetzten nicht klar, die habe sie „auf dem Kieker“ und wolle sie „abschießen“. Formal müssen mit der unliebsamen Vorgesetzten die Funktionen und Zuständigkeiten neu geklärt, Berichts- und Rechenschaftspflichten ausgehandelt werden. Alles verknüpft mit der persönlichen Fragestellung: „Muss ich mir das gefallen lassen? Und wenn ich kündige, welche Chancen habe ich dann auf dem Arbeitsmarkt?“

Die Degradierung


Eine kleinere Firma im Technik-Bereich wird von einer größeren aufgekauft. Alle Abteilungsleiter der kleineren Firmen bekommen in der größeren eine gleiche Position. Nur einer nicht. Der ist so erzürnt und empört, dass er innerlich kündigt. Seine Arbeit erledigt er nun so, dass er eine Kündigung durch die Firma geradezu provoziert. Aber die Kündigung kommt nicht, stattdessen setzt ihn der neue Vorgesetzte unter Druck, gibt ihm neue Aufgabenbereiche, „verschiebt“ ihn in eine andere Abteilung….

Was soll er nun tun?

Die Konkurrenz

Die Inhaberin eines ambulanten Pflegedienstes verliert den aus ihrer Sicht wichtigsten Mitarbeiter: er wird abgeworben von der Konkurrenz. Die konkurrierende Firma „bearbeitet“ mit großer Aggressivität den Markt, wirbt Kunden und Kundinnen ab, aber auch Mitarbeiterinnen und – eben auch diesen besonders wichtigen. Die Inhaberin fühlt sich (bzw. ihre Firma) in der Existenz bedroht. Sie überlegt, ob sie nicht „alles hinschmeißt“ und „den Laden verkauft“.

Karriere machen?

Die Leiterin einer medizinischen Ambulanz bekommt von ihrem Arbeitgeber ein attraktives Angebot. Der bietet ihr eine nebenberufliche Qualifizierung im Verwaltungs-Management an, wenn sie sich verpflichtet, noch etliche Jahre in der Firma zu bleiben. – Sie aber trug sich gerade mit dem Gedanken, die Firma zu verlassen, um sich noch einmal neuen Aufgaben zuzuwenden „bevor es zu spät ist“. Sie ist Anfang vierzig, vielleicht die letzte Chance für eine grundlegende Veränderung, denkt sie.